Klimaanpassung
Der Klimawandel ist eine der grössten Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Temperatur im Aargau hat sich seit 1864 bereits um 2 °C erhöht. Anhaltende Hitze, Trockenheit, Wasserknappheit und zunehmende Extremereignisse stellen auch Baden vor Schwierigkeiten.
Die Temperaturen werden durch den Klimawandel deutlich zunehmen. Die Maximaltemperaturen in Baden könnten bereits bis 2060 von ca. 33°C auf 37°C ansteigen. Dies zeigen die Schweizer Klimaszenarien. Auch durch den Hitzeinseleffekt im städtischen Umfeld nehmen die Temperaturen in Baden zu (Klimakarten Aargau und Umweltblog). Denn durch versiegelte Flächen und fehlende Durchlüftung erwärmen sich die städtischen Gebiete deutlich mehr als das Umland. Die sommerlichen Trockenperioden werden noch länger.
Wenn Niederschlag fällt, fällt er zukünftig häufiger in Form von Starkniederschlag. Das Ausmass der Klimaerwärmung und ihrer Folgen ist abhängig von den emittierten Treibhausgasen weltweit. Eine Begrenzung des Klimawandels ist nur durch konsequenten Klimaschutz möglich. Gleichzeitig ist Engagement bei der Anpassung an den Klimawandel für ein gesundes Stadtklima gefordert.
Was macht die Stadt Baden?
Der Aktionsplan zur Anpassung an den Klimawandel 2024 zeigt mit zirka 20 Massnahmen, wie die Lebens- und Aufenthaltsqualität gezielt für Einwohnende, Arbeitnehmende und Besuchende erhalten werden kann und wie Baden sich nachhaltig an die Klimaveränderungen anpassen kann und muss. Dabei setzt Baden auf einfache Regeln:
- Weniger Versiegelung
- mehr Grün und Blau in Form von Begrünung, Freiflächen und Wasser
- Förderung eines klimaangepassten, nachhaltigen Bauens
Kühle Orte Karte
Die Karte zeigt, wo Sie an heissen Tagen in der Stadt Baden Abkühlung finden.
Anzahl Hitzetage und Tropennächte
Quelle: MeteoSchweiz. 2023.Klima-Indikatoren für die Station Aarau-Buchs.
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Der Anstieg der Temperaturen zeigt sich in der Anzahl an Hitzetagen und Tropennächten pro Jahr. An einem Hitzetag ist die Maximaltemperatur 30°C oder höher. In einer Tropennacht fällt die Temperatur nicht unter 20°C. Die Anzahl an Hitzetagen steigt seit Jahrzehnten kontinuierlich an.
1990 waren es im Umland von Baden durchschnittlich zehn Hitzetage, im letzten Jahrzehnt im Durchschnitt bereits ca. 20 Tage. Nach den Schweizer Klimaszenarien werden in Baden im Jahr 2085 40 bis 60 Hitzetage prognostiziert, abhängig vom globalen CO2-Ausstoss in der Zukunft (CH-2018 Szenarien RCP 8.5). Zudem nehmen die Hitzetage in der Zukunft immer extremere Temperaturen an.
Öffentliche Grünflächen
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Insgesamt nehmen Grünflächen, sogenannte Cool Spots, 23 % des Badener Stadtgebiets ein. Dazu zählen private und öffentliche Flächen. 57 % des Siedlungsgebiets sind versiegelt, auf ca. 20 % stehen Bäume oder Büsche (Stand 2020).
Stadtbäume
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Bäume speichern und verdunsten Wasser, spenden Schatten, kühlen, produzieren Sauerstoff, reinigen die Luft und tragen daher stark zu einem angenehmen Stadtklima bei. Auf circa 12 % des Stadtgebiets stehen private und öffentliche Bäume, Tendenz abnehmend.
Aufgrund der schwierigen Bedingungen in der Stadt, sind aber viele Bäume nicht so vital, wie sie es an einem natürlichen Standort wären.
Massnahmen
Die Stadt Baden setzt folgende Massnahmen bereits um oder plant dies:
Erarbeitung Nutzungs- und Gestaltungskonzept öffentlicher Raum: Fertigstellung Ende 2024
Umsetzung Aktionsplan Anpassung an den Klimawandel
Erarbeitung Baumkonzept: Fertigstellung Anfang 2025
Umsetzung Hitzekampagne
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