Abfall, Entsorgung und Recycling
In der Schweiz landet heute weniger Abfall im Kehrichtsack als noch vor einigen Jahren. Dennoch besteht der Kehricht weiterhin zu einem relevanten Teil aus Stoffen, die eigentlich rezykliert werden könnten. Zudem wäre ein grosser Anteil der Lebensmittelabfälle vermeidbar.
Wir produzieren täglich Abfall und sind aufgefordert, diesen zu Hause korrekt zu trennen und zu entsorgen. Noch wirksamer ist es jedoch, Abfall von Anfang an zu vermeiden. So werden natürliche Ressourcen geschont und Umweltbelastungen reduziert. Besonders im Fokus steht dabei der Verpackungsmüll. Grundsätzlich gilt: vermeiden – vermindern – verwerten oder entsorgen.
Die Zusammensetzung des Kehrichts hat sich insgesamt nur geringfügig verändert. Den grössten Gewichtsanteil machen weiterhin biogene Abfälle aus, also Abfälle aus Küche und Garten. Gleichzeitig zeigen aktuelle Auswertungen, dass das Potenzial für Recycling weiterhin hoch ist: 52 % der Siedlungsabfälle wurden separat gesammelt und rezykliert, während ein erheblicher Teil weiterhin verbrannt wird.
Konsequentes Recycling und die Schliessung von Produktkreisläufen bringen ökologische und ökonomische Vorteile. Ressourcen werden geschont, Emissionen reduziert und die Bevölkerung kann langfristig finanziell entlastet werden.
Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU), Siedlungsabfallstatistik 2024, publiziert im November 2025
Abgabe von Wertstoffen
Im jährlich erscheinenden Entsorgungskalender Stadt Baden sind alle Informationen zur korrekten Abgabe von Wertstoffen aufgeführt. In der Sammelstelle Turgi können praktisch alle wiederverwertbaren Abfälle abgegeben werden. Für Einwohnende von Baden entfällt die Jahresgebühr von 30 Franken. Viele wiederverwertbare Abfälle können auch im Detailhandel kostenlos zurückgegeben werden, resp. der Detailhandel ist dazu verpflichtet. Den Einkauf mit der Entsorgung zu verbinden ist ökologisch sinnvoll.
Mehr Infos:
Abfall pro Person
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Knapp 4000 Tonnen Hauskehricht oder 200 kg pro Kopf erzeugen Badnerinnen und Badner jedes Jahr. Trotz dieser beachtlichen Menge gibt es die erfreuliche Nachricht, dass die Haushaltskehrichtmenge zurückgeht. Waren es im Jahr 2010 noch knapp 300 kg pro Person, sind es heute rund ein Drittel weniger.
Neben den knapp 200 kg Hauskehricht pro Person werden zusätzlich ungefähr 40 kg Papier und Karton, 30 kg Glas, 1.5 kg Alu und Blech und beachtliche 72 kg mit der Grünabfuhr entsorgt.
Abfallentwicklung
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Die Abfallmengen in der Stadt Baden nehmen seit 2010 kontinuierlich ab. Dies deutet auf ein gesteigertes Umweltbewusstsein sowie die Förderung von Recycling hin. Während die Menge an Papier durch die Digitalisierung abnimmt, nimmt die Kartonmenge durch den Onlinehandel zu. Da Karton aber leichter als Papier ist, nimmt diese Abfallkategorie in der Summe ab. Umweltfaktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Zum Beispiel nehmen Grünabfälle bei Trockenheit ab.
Abfall im öffentlichen Raum
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Der Werkhof reinigt die öffentlichen Räume und sammelt dabei auch den Abfall ein, der absichtlich oder unabsichtlich in die Umwelt gelangt. Rund 400 Tonnen kommen auf diese Weise zusammen. Rund die Hälfte wird von den Wischmaschinen aufgenommen, der Rest kommt aus den öffentlichen Abfallkübeln oder von invasiven Neophyten, die vom Werkhof oder vom Stadtforstamt bekämpft werden und ebenfalls in die Kehrichtverbrennung gegeben werden müssen.
Massnahmen
Die Stadt Baden setzt folgende Massnahmen bereits um oder plant dies:
Umfassendes Angebot zur Abgabe von Wertstoffen, welches laufend überprüft und ergänzt wird
Neophytenabfallsäcke können mit Kehrichtabfuhr entsorgt werden
Abfall-Trennsysteme bei publikumsstarken Orten einsetzten
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Tipps für den Alltag
- bewusstes Einkaufen (mit Einkaufszettel)
- richtige Lagerung
- und kreatives Kochen bzw. Resten-Verwerten
Mitmachen
In der Region Baden gibt es einige Organisationen und Vereine, die sich im Bereich der Wiederverwendung und Abfallvermeidung engagieren:
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