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abfall entsorgung recycling
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Abfall, Entsorgung und Recycling

In der Schweiz landet immer weniger Abfall im Kehrichtsack. Dennoch besteht über 20 % des Kehrichts aus Stoffen, die eigentlich recycelt werden könnten. Zudem wäre mehr als die Hälfte der Lebensmittelabfälle vermeidbar.

Wir produzieren täglich Abfall und sind aufgefordert, diesen zu Hause zu trennen und richtig zu entsorgen. Abfall zu vermeiden ist jedoch noch besser, denn so können natürliche Ressourcen wirkungsvoll geschont werden. Dabei steht an erster Stelle der Verpackungsmüll. Grundsätzlich gilt: vermeiden – vermindern – verwerten/entsorgen.

Die Zusammensetzung des Kehrichts hat sich im Wesentlichen stabil gehalten, mit biogenen Abfällen als grösster Gewichtsanteil – also Abfälle aus Küche und Garten. Diese Beständigkeit verdeutlicht das immer noch vorhandene Potential zur stofflichen Verwertung (Recycling): Etwa ein Fünftel des Hauskehrichts wäre für ein stoffliches Recycling geeignet. Wenn Produktkreisläufe geschlossen werden, sei es durch Recycling oder Wiederverwendung, profitiert einerseits die Umwelt, andererseits werden dadurch auch die Konsumentinnen und Konsumenten finanziell entlastet.

Quelle: Bericht zur Erhebung der Kehrichtsackzusammensetzung 2022 vom 16. November 2023/BAFU

Abgabe von Wertstoffen

Im jährlich erscheinenden Entsorgungskalender sind alle Informationen zur korrekten Abgabe von Wertstoffen aufgeführt. In der Sammelstelle Turgi können praktisch alle wiederverwertbaren Abfälle abgegeben werden. Für Einwohnende von Baden entfällt die Jahresgebühr von 30 Franken. Viele wiederverwertbare Abfälle können auch im Detailhandel kostenlos zurückgegeben werden, resp. der Detailhandel ist dazu verpflichtet. Den Einkauf mit der Entsorgung zu verbinden ist ökologisch sinnvoll.

Mehr Infos:

Abfall pro Person

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Knapp 4000 Tonnen Hauskehricht oder 200 kg pro Kopf erzeugen Badnerinnen und Badner jedes Jahr. Trotz dieser beachtlichen Menge gibt es die erfreuliche Nachricht, dass die Haushaltskehrichtmenge zurückgeht. Waren es im Jahr 2010 noch knapp 300 kg pro Person, sind es heute rund ein Drittel weniger.
Neben den knapp 200 kg Hauskehricht pro Person werden zusätzlich ungefähr 40 kg Papier und Karton, 30 kg Glas, 1.5 kg Alu und Blech und beachtliche 72 kg mit der Grünabfuhr entsorgt.

Abfallentwicklung

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Die Abfallmengen in der Stadt Baden nehmen seit 2010 kontinuierlich ab. Dies deutet auf ein gesteigertes Umweltbewusstsein sowie die Förderung von Recycling hin. Während die Menge an Papier durch die Digitalisierung abnimmt, nimmt die Kartonmenge durch den Onlinehandel zu. Da Karton aber leichter als Papier ist, nimmt diese Abfallkategorie in der Summe ab. Umweltfaktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Zum Beispiel nehmen Grünabfälle bei Trockenheit ab.

Abfall im öffentlichen Raum

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Der Werkhof reinigt die öffentlichen Räume und sammelt dabei auch den Abfall ein, der absichtlich oder unabsichtlich in die Umwelt gelangt. Rund 400 Tonnen kommen auf diese Weise zusammen. Rund die Hälfte wird von den Wischmaschinen aufgenommen, der Rest kommt aus den öffentlichen Abfallkübeln oder von invasiven Neophyten, die vom Werkhof oder vom Stadtforstamt bekämpft werden und ebenfalls in die Kehrichtverbrennung gegeben werden müssen.

Massnahmen

Die Stadt Baden setzt folgende Massnahmen bereits um oder plant dies: 

Umfassendes Angebot zur Abgabe von Wertstoffen, welches laufend überprüft und ergänzt wird

Neophytenabfallsäcke können mit Kehrichtabfuhr entsorgt werden

Abfall-Trennsysteme bei publikumsstarken Orten einsetzten

News

Tipps für den Alltag

Food Waste kann vermindert werden durch
  • bewusstes Einkaufen (mit Einkaufszettel)
  • richtige Lagerung
  • und kreatives Kochen bzw. Resten-Verwerten

Nutzen Sie unterwegs eigenes Geschirr und To-Go-Thermosbecher statt Einwegbecher und Take-away-Boxen.
Werbung im Briefkasten ist nicht nur für Sie nervig, es produziert auch viel Abfall.
Bestellen Sie unerwünschte Werbesendungen ab.

Fragen & Feedback

Fragezeigen

Fragen, Inputs, Kritik? Wir freuen uns darauf zu erfahren, was Ihnen am Umweltbericht gefällt und was wir noch verbessern können.

Autor Thomas Stirnemann, Leiter Werkhof
Stand 16. August 2024